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| Im Netz der Verwirrung : Meteor | Krimis & Thriller |
| Autor: Dan Brown / Titel: Meteor |
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Ohne jegliche Ahnung was ihr bevorsteht, wird Rachel Sexton, Geheimdienstmitarbeiterin des NRO zu einer persönlichen Zusammenkunft mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten beordert und dort mit einem dubiosen Auftrag betraut.
Aufgrund neuester Satellitentechnologie gelang der NASA eine bahnbrechende Entdeckung. Tief im arktischen Eis liegt ein gewaltiger Meteorit, der außerirdisches Leben aufzuweisen scheint. Doch bevor die NASA keine stichfesten Beweise für die Existenz nichtmenschlicher Organismen vorzuweisen hat, soll auch die Weltöffentlichkeit nichts von dem Projekt erfahren.
An Bord der Air Force One wird Sexton mit der Bitte des Präsidenten hin zum Fundort geschickt, um Hand in Hand mit vier renommierten Wissenschaftlern die Echtheit des Meteors zu bestätigen. Ein purer Zufall? Merkwürdig scheint nicht nur, dass die Präsidentschaftswahlen in Kürze anstehen, sondern dass auch Rachels Vater, Senator Sedewick Sexton für das Amt des mächtigsten Mannes der Welt kandidiert. Warum also wird seine Tochter gerade mit diesem Fall zu diesem außergewöhnlichen Zeitpunkt konfrontiert? Vielleicht weil ihr Vater aus wahlkampftaktischen Gründen dem amtierenden Präsidenten die immensen Ausgaben für die NASA anprangert? Und er im Recht ist, da fast alle wissenschaftlich geförderten Projekte bisweilen gescheitert sind? Noch liegt er laut Wählerumfragen mit der Nase weit vorn und hat nichts zu befürchten. Doch wird es so bleiben? Oder wird sein Ansehen durch die eigene Tochter getrübt, da sie im Inbegriff ist, als Marionette Dritter zu dienen und die Echtheit des Meteors im Namen der in Misskredit gebrachten NASA zu bestätigen? Ein Pluspunkt für den amtierenden Präsidenten wäre es allemal, was ihm vielleicht sogar im Wahlkampf den Rücken stärken kann.
Schon bald beginnt der Thriller seinen Lauf zu nehmen. Rachel beginnt mit ihrer Einwilligung nicht nur gegen ihren Vater zu arbeiten, sondern zieht auch das Interesse zwiespältiger Hintermänner auf sich, da ihr zusammen mit dem Wissenschaftler Michael Tolland immer seltsamere Zweifel in Bezug auf den Fund kommen. Doch noch ahnt sie nicht, was damit ins Rollen gebracht wurde, denn auch vor Mord schrecken die Drahtzieher des machtpolitischen Thrillers nicht zurück.
Dan Brown versteht es auch nach seinem Bestseller Illuminati die Leser mit Meteor in seinen Bann zu ziehen. Mit sympathischen Charakteren und einem weit verzweigten Plot sind dem Autor mit seiner schöpferischen Kraft keine Grenzen gesetzt.
Anders als Illuminati ist Meteor mehr im Metier der Wissenschaft und Politik angesiedelt, was auf den ersten Blick auf den Buchrücken nicht ganz klar erscheint. Ob dieser Thriller seinem Vorgänger das Wasser reichen kann soll dahingestellt bleiben.
Gerade bei Fans von Illuminati wurde laut, dass sie bei Meteor nicht so begeistert waren, da hier die wirkliche Spannung erst weit zum Ende hin aufgebaut wird. Ja, sogar manche Kapitel scheinen dazu einzuladen, förmlich überflogen zu werden, da das rasante Schema und der Thrill zu fehlen scheinen. Trotz alledem wieder ein gelungener, in der Bestsellerliste angesiedelter Thriller von Brown. Wenn auch etwas anders als die Abenteuer des Robert Langdon, so haben beide Bestseller eines gemeinsam:
Die Leser werden mit einer systematischen Irreführung, einem Netz aus Intrigen und einer gehörigen Prise der Verschwörung konfrontiert.
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| Verlag: Lübbe |
| Erscheinungsdatum: Dezember 2003 |
| ISBN: 3404150554 |
| Preis: EUR 8,95 |
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