|
| Auf eigene Faust : Tödlicher Pfad | Krimis & Thriller |
| Autor: Jon Evans / Titel: Tödlicher Pfad |
|
|
|
Paul Wood, Programmierer einer amerikanischen Internet Consulting Firma und leidenschaftlicher Trekker, macht auf seinem Trip im nepalesischen Annapurna-Massiv eine seltsame Entdeckung. In einem verlassenen Dorf stößt er gemeinsam mit seinem Bekannten Gavin auf die brutal entstellte Leiche eines Trekkers, aus dessen Augenhöhlen zwei Schweizer Taschenmesser herausragen.
Für Paul ist dies jedoch nicht nur ein außergewöhnlicher Fund, sondern eine kuriose Parallele zugleich. Vor zwei Jahren wurde seine Freundin Laura auf einer Backpacker-Expedition in Kamerun auf exakt dieselbe Weise umgebracht. Purer Zufall?
Paul und Gavin entscheiden sich, den Mord der nepalesischen Polizei zu melden, die an einer Aufklärung nicht sonderlich interessiert scheint. Kurzum wird dieser Fall zu einem Selbstmord deklariert, um das hiesige Tourismusgeschäft nicht negativ zu beeinflussen.
Nachdem Paul auf eigene Faust beginnt, Nachforschungen anzustellen um die Identität des Opfers zu erfahren, beginnt für ihn ein gefährliches Spiel.
Daheim in den Staaten informiert Wood schließlich in einem Backpacker - Internetforum über diesen Fall und erhält eine sonderbare Antwort eines anonymen Benutzers, der sich selbst "Der Stier" nennt. Aufgrund der ausbleibenden Hilfe aus Mangel an Beweisen von Interpol und dem Tatbestand, dass der Killer auf allen Kontinenten mordet, wo man ihn nicht dingfest machen kann steht für Paul Wood fest, dass er den Stier selbst finden und zur Strecke bringen muss. So könnte er nicht nur die ahnungslose Welt der Rucksacktouristen vor einer Bestie schützen, sondern auch den Mord an seiner Freundin rächen. Mithilfe einer Webredakteurin und seinen Fähigkeiten als Programmierer gelingt es ihm schließlich den aktuellen Aufenthaltsort des Mörders ausfindig zu machen. Doch ist der Stier ein Unbekannter? Und vor allem; agiert er allein?
Fragliche Story schlecht verpackt?
Mit seinem Erstling "Tödlicher Pfad" scheint John Evans schnurstracks am Thema vorbei zu schreiben.
Was wie ein Reiseführer beginnt, als Thriller angeprangert ist und als herbe Enttäuschung für den Leser endet hat hie und da auch einen Pluspunkt in punkto Erzählstil verdient, wo sich Evans jedenfalls einige Mühe gegeben haben zu scheint.
Leider erfährt der Leser erst nach 83 Seiten das Alter des Protagonisten, das sich ohnehin schon latent im Bewusstsein festgesetzt hat und nun wieder revidiert wird. Auch dass die Ermordete Laura Mason einst seine Freundin auf einem Afrika-Trip gewesen ist, geht erst nach besagter Seite hervor. Leider ein dicker Minuspunkt auf der Richterskala.
Weiterhin bleibt fraglich, ob die globalen Gesetzeshüter als auch Interpol absolut kein Interesse an der Verfolgung eines brutalen Serienkillers haben, sodass Privatpersonen zur Selbstjustiz greifen müssen?
Die Authenzität des Thrillers lässt jedenfalls an vielen Ecken und Enden zum Zweifeln anregen. Zwar wird die Story nach etwa einhundert Seiten interessant und teils spannend, jedoch zum Ende hin enttäuschend und unspektakulär stillos. Schade, Mister Evans! Manchen Autoren gelingt auch die bestsellerreife Verpackung eines schlechten Plots. Hier wird der fragliche Plot eben auch fraglich umgesetzt.
|
|
|
|
| Verlag: Dtv |
| Erscheinungsdatum: Februar 2005 |
| ISBN: 3423244364 |
| Preis: EUR 14,50 |
|
|
|
|
Jetzt online bestellen Durch jede Bestellung bei unserem Partner, von dem oberen Link ausgehend, untersttzen Sie den Literaturreport |
|
|
|
|
|
|
|
| © 2010 | Startseite | Impressum | Jobs | AGB | Mailand | Dein Bali | Praktikumsbericht | Spanien | Nach oben |
|
| |
|
|
|
Aktuelle Rezensionen
• Rattentanz Autor: Michael Tietz
Redakteurin: Sabine Stebel
• Erbarmen Autor: Jussi Adler-Olsen
Redakteurin: Andrea Koßmann
|