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Der 23. Mai ist ein ganz normaler Mittwoch bis zu dem Zeitpunkt als um 7:00 der Strom ausfällt. Überall. Auch dann noch scheint der Tag vollkommen normal bis die ersten Flugzeuge vom Himmel stürzen und Tod und Vernichtung sähen.
Der Countdown beginnt bis zur ersten Morden, Plünderungen, Hunger und Tod.
Schon nach wenigen Stunden wird aus Ordnung Chaos und aus dem von Geburt an antrainierten Miteinander einer funktionierenden Gesellschaft ein egoistisches Gegeneinander.
Der Zusammenbruch trifft die Städter am stärksten. Nachdem die Geschäfte geplündert wurde, teilen Gangs die Viertel unter sich ein und beginnen die Bewohner zu tyrannisieren, aber irgendwann gehen allen Menschen in den Städten die Lebensmittel aus und die Ratten verlassen das sinkende Schiff. Auf dem Lande jedoch hat man sich mittlerweile organisiert und abgeschottet, mit Straßensperren werden Flüchtlinge um die Ortschaften geleitet und von den noch halbwegs intakten dörflichen Gemeinschaften ferngehalten. Fremdes wird zu Bedrohung und jeder Mitesser zur Gefahr für das eigene Leben und das der eigenen Familie.
„Bisher waren es immer Kriege, die alles wegbrechen. Zuerst ein Konflikt, dann Krieg, dann Anarchie und Elend und Einsamkeit. Was aber folgt, wenn der Wegbrechen zuerst kommt?“ (S. 167). Dieser Frage geht der Autor Michael Tietz in seinem Erstling Rattentanz anhand vieler Einzelschicksale nach. Er erzählt die Geschichte des kleinen Schwarzwälder Ortes Wellendingen und seiner Bewohner. Er erzählt wie aus unauffälligen Menschen Helden und Führer werden, die die Gemeinschaft schützen und unterstützen, er erzählt von machtgierigen, korrupten Menschen, die diese Situation ausnützen wollen, um sich einen eigenen Machtbereich aufzubauen, und er erzählt von der Liebe eines Vaters und Ehemannes, die groß und Stark genug ist, ihn den Weg von Schweden nach Hause durch Tod und Chaos suchen zu lassen und der dabei nie die Hoffnung verliert, seine Frau uns seine Tochter doch noch lebend vorzufinden.
Der Autor hat eine unglaublich fesselnde, geradlinige Art zu erzählen. Er verzichtet auf blumige Umschreibungen und Vergleiche, aber vielleicht gerade dadurch versinkt man in der Geschichte. Die Menschen, die er beschreibt entsprechen keinen Archetyp, sie sind Menschen aus Fleisch und Blut wie jeder von uns. Sie haben viele Fehler, sind rachsüchtig, verrückt und grausam, aber auch hilfsbereit und stark. Die Katastrophe bringt in einigen von ihnen das Beste und in anderen das Schlechteste hervor. ...mehr |
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Klaustrophobisch veranlagt sein, sollte man bei diesem Buch vielleicht nicht gerade, aber allein die Vorstellung, wie Merete Lynggard über Jahre hinweg in einem manchmal dunklen, manchmal taghellen Verlies ihr Dasein fristet, jagt dem Leser Gänsehaut über den Rücken.
Die Geschichte beginnt abwechselnd mit den Beschreibungen der beiden Leben von Merete und des Ermittlers Carl Morck, der einen Assistenten an seiner Seite hat, der einfach unbeschreiblich ist und bei dem sich hohe Intelligenz mit scheinbarer Dummheit abwechselt. Einmal taucht der Leser in die Idee von Morck ein, den Fall Meretes wieder neu aufzurollen. Diese verschwand 2002, nachdem sie mit ihrem Bruder auf einer Fähre fuhr. Sie verschwand spurlos, ist angeblich über Bord gefallen, doch ihre Leiche wurde nie gefunden. ...mehr
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Mit diesem Satz beginnt der 3. Robert-Langdon-Thriller von Dan Brown, auf den ich bereits sehnsüchtig gewartet hatte, nachdem ich alle anderen Brown-Bücher auch gelesen habe.
Auf den Inhalt möchte ich nicht sehr viel eingehen, sonst würde ich eventuell etwas von der Spannung wegnehmen und diese sollte doch jedem Leser vorbehalten sein. Lediglich anmerken möchte ich, dass Dan Brown seinem 'Plot' auch in diesem Buch wieder treu geblieben ist. Denn dieser rote Faden ist wirklich in jedem seiner Bücher gleich. Morgens steht der Hauptdarsteller auf und erlebt einen aufregenden, abenteuerlichen Tag, an dem er viele viele Rätsel lösen muss, um an ein Ziel zu gelangen. Die Geschichte rund um diesen roten Faden ist immer anders. In diesem Fall ist das Hauptthema des Buches die Geschichte der Freimaurer.
Ich kann verstehen, dass es Leser gibt, die genau diesen roten Faden mittlerweile langweilig finden, aber meiner Meinung nach, weiß der Leser doch inzwischen, worauf er sich bei den Büchern von Dan Brown einlässt. Wäre der Plot diesmal anders gewesen, wäre ich sicher auch nicht enttäuscht gewesen, aber auf jeden Fall doch sehr überrascht. ...mehr
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Das sagt man oft, wenn einem eine Sache nicht so liegt und man diese gerne abschütteln könnte. Zum ersten mal gebrauche ich diesen Ausspruch heute allerdings positiv. Denn Wulf Dorn ist mir ab sofort ein 'Dorn im Auge', den ich nicht mehr missen möchte. Denn mit seinem Debüt hat er mich voll und ganz für sich gewonnen.
Ellen Roth ist Psychiaterin in einer Klinik, als ihr plötzlich bei einem Rundgang eine völlig verwahrloste und schlimm zugerichtete Patientin begegnet. Sie redet nicht viel, warnt Ellen aber vor dem 'schwarzen Mann', der auch sie holen wird, wenn sie nicht aufpasst. Ellen ist geschockt. Vor allem, als sie ihrem Kollegen Mark von der Patientin erzählt und dieser sich ein eigenes Bild von ihr machen will. Denn in dem Moment, in welchem Ellen und Mark das Krankenzimmer betreten, müssen sie feststellen, dass die Patientin verschwunden ist. Komischer Weise hat auch niemand sonst in der Klinik ihren Aufenthalt mitbekommen. Und nichts zeugt davon, dass es diese Patientin wirklich gegeben hat.
Schon sehr bald scheint der 'schwarze Mann', der von der unbekannten Patientin beschrieben wurde, um mit Ellen Kontakt aufzunehmen und er scheint sie sogar in ihren Träumen zu verfolgen. Ellen macht sich, trotz furchtbarer Angst, auf die Suche nach diesem Mann und begibt sich dabei auf einen Weg, der ihr zeigt, dass sie anscheinend selbst ihren Freunden nicht mehr trauen kann.
Immer wieder dreht sich die Geschichte in eine andere Richtung. Der Leser beginnt, den Personen zu vertrauen, stellt fest, dass dies ein Trugschluss ist und schon im selben Moment ändert er erneut seine Meinung. Am Ende kann man es kaum erwarten, die Seiten zu lesen und obwohl ich schon recht schnell lese, habe ich mir mal wieder gewünscht, dies noch schneller tun zu können, um an des Pudels Kern zu gelangen.
Wulf Dorn hat mit diesem Debüt nicht nur einen wunderbar spannenden, erstklassig recherchierten und fesselnden Psychothriller geschrieben, sondern vielmehr hat er sich in einem Rutsch in die Riege der besten deutschen Thrillerautoren katapultiert. Wer beim Lesen dieses Buches keine schwitzigen Hände bekommen hat und wer die Seiten nicht so schnell wie möglich weiterblättert, um endlich an die Auflösung zu kommen, ist selber Schuld. ...mehr
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Sascha Lerchenberg ist 24, als er mitten aus seinem Leben gerissen wird. Er kann es kaum fassen, dass er seine eigene Leiche auf einem Obduktionstisch sieht, aber anscheinend noch im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte ist. Ist er nur 'halbtot'? 'Scheintot'? Hat er ein 'Nahtod-Erlebnis'? Was um Himmels Willen ist passiert??
Der einzige Mensch, der ihn anscheinend hören kann, ist Martin Gänsewein, der Gerichtsmediziner, der mit der Obduktion von Sascha beauftragt ist und dem fast das Skalpell aus der Hand fällt, als Sascha auf einmal ruft, er solle seine 'Wichsgriffel von seinem Sack nehmen'.
Sascha klärt ihn nun auf, dass es sich bei seinem Tod nicht, wie irrtümlich angenommen, um einen Unfall handelt, sondern um einen Mord. Es gehört ein wenig Überzeugungskraft dazu, aber schon bald glaubt Martin ihm und die beiden begeben sich auf die Suche nach Saschas Mörder. Dabei setzen sie sich allerdings auch Gefahren aus, die es zu meistern gilt. Wird Sascha es schaffen, seinen eigenen Mörder zu finden und wird Martin ihn dingfest machen können? ...mehr
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Nachdem der Debüt-Thriller 'Der siebte Tod' von Paul Cleave eines meiner Highlights 2007 war, der Autor in meinen Augen dann bei seinem zweiten Buch 'Die Stunde des Todes' allerdings ein wenig schwächelte, ich aber in meiner damaligen Rezension schrieb, dass ich mir sicher bin, dass er mit seinem dritten Thriller an den Erfolg seines ersten anschließen könnte, freue ich mich nun, mit dieser Aussage Recht gehabt zu haben.
Der Privatdetektiv Theodore Tate läßt auf einem Friedhof eine Leiche exhumieren und stößt dabei auf ungeahnte Entdeckungen. Da ist die Leiche einer Frau, die anstatt des vermuteten Mannes aufgefunden wird, nur eine der Ungereimtheiten, der Tate nun auf die Spur kommen muss. Bei der Suche nach einer Lösung gerät er selber immer mehr in den Strudel eines Serienmörders, der ein falsches Spiel mit ihm zu spielen scheint. Wird Tate auf dem Weg zur Lösung des Falles irgendwann selber das Opfer? Wird ein Jäger irgendwann zum Gejagten? Und wer wird am Ende siegen? Fragen, die Paul Cleave dem Leser beantwortet, wenn man, wie ich, an den Seiten kleben bleibt und die Spannung den Besitz der eigenen Denkfähigkeit übernimmt. ...mehr |
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Nachdem ich von 'Ohne ein Wort' und 'Dem Tode nah' des Autors super begeistert war, konnte ich es nun kaum erwarten, endlich das neue Werk von Barclay zu lesen. Sehr gefreut habe ich mich übrigens, dass das Buch nun als gebundene Version erschienen ist. Mit einer dementsprechend hohen Erwartungshaltung geht man dann natürlich an einen neuen Thriller ran.
Als die 17jährige Sydney eines Tages von ihrem Nebenjob nicht nach Hause kommt, gerät ihr alleinerziehender Vater Tim in Panik und versucht alles, dem Verschwinden auf die Spur zu kommen. Wissen ihre Freundinnen etwas über Sydney, von dem er keine Ahnung hat? Mit Hilfe eines Freundes schaltet er eine Homepage, die auf das Verschwinden des Teenagers aufmerksam machen soll und eines Tages bekommt er eine Mail mit einem Foto und einem wichtigen Hinweispunkt. Doch wird Tim seine Tochter nun in dem Ort wiederfinden, der ihm als Hinweis gegeben wurde? Und haben seine Ex-Frau, deren neuer Partner und dessen Sohn etwas mit der ganzen Sache zu tun? ...mehr |
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Vorab sei gesagt, dass Leser, die die David-Hunter-Thriller von Simon Beckett kennen und lieben, nicht den Fehler begehen dürfen, 'Flammenbrut' mit den neuen Werken des Autors zu vergleichen. Das wäre gleichzusetzen mit dem Vergleich von Äpfeln und Birnen, denen kein Apfel dieser Welt standhalten könnte.
Kate ist mitte 30, Single und wünscht sich ein Kind. Einen Mann braucht sie dazu nicht, höchstens zur Zeugung, aber in der heutigen Zeit der künstlichen Befruchtung geht auch das ohne den männlichen Menschen als Mitspieler und so wendet sie sich an eine Klinik, die diese Befruchtungen per Samenspende anbieten.
Doch so ganz kann sie sich mit dem Gedanken nicht anfreunden, dass ihr Samen eingesetzt wird von einem Mann, den sie überhaupt nicht kennt und bei dem es auch nicht möglich wäre, ihn eines Tages ausfindig zu machen.
Also schaltet sie Zeitungsanzeigen, in denen sie Samenspender sucht. Als Alex, ein anerkannter Psychologe sich eines Tages bei ihr meldet, bringt er nicht nur ihre Wunscherfüllung in greifbare Nähe, sondern auch ihre Hormone mächtig in Wallung. Doch schnell merkt Kate, dass irgendwas mit Alex nicht zu stimmen scheint. ...mehr
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| Erschütternd | Krimis & Thriller |
| Autor: Jodi Picoult / Titel: Neunzehn Minuten |
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Nachdem ich dieses Buch zu Ende gelesen habe, habe ich mich ruhig hingesetzt und 19 Minuten auf meine Wanduhr geschaut. Ich ließ das Buch, die Handlung, die Personen, gepaart mit den realen Schlagzeilen in den Zeitungen und Nachrichten der letzten Jahre im Bezug auf Amokläufe an Schulen, revue passieren und kämpfte mit den Tränen. Schon lange hat mich ein Buch nicht mehr so dermaßen mitgenommen, dass ich in der darauffolgenden Nacht sogar davon träumte.
Jodi Picoult erzählt uns die fiktive Story rund um den siebzehnjährigen Peter Houghton, der am 6. März 2007 durch einen Amoklauf an seiner Schule mehrere Menschen tötet und verletzt. Die Geschichte beginnt mit dem Tage der Tat und wechselt dann mit Erzählungen aus der Vergangenheit und der Zeit nach der Tat ab.
Sieht es Anfangs noch so aus, als würde ein Junge aus schier unvorstellbaren Gründen diese Tat begehen, so taucht man beim Lesen in sein Leben ein und muss erkennen, dass dieses nicht immer das reine Zuckerschlecken war. Man lernt die Menschen, mit denen er zu tun hatte, näher kennen. Seine Freunde und die, die das Wort Freundschaft nicht mal kennen. Seine Eltern, seine Lehrer... sie alle machten das Leben von Peter aus. ...mehr
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Kommissar Rünz vorgesetztem Hoven ist ein großer Coup gelungen. Er hat es geschafft die die Verabschiedung des Landespolizeipräsidenten Paul Weller nach Darmstadt ins Darmstadium zu holen. Zunächst verläuft die Veranstaltung genau so wie Kommissar Rünz es sich vorgestellt hat: langweilige PR unter dem Motto „We create confidence“ mit ein bisschen Verabschiedung. Das ändert sich jedoch schlagartig, als Kastor, ein hochentwickelter humanoider Roboter der TU Darmstadt seinen Schöpfer Professor Rühmann tötet.
Verdächtigt werden natürlich die beiden Gruppenleiter von Professor Rühmann. Annette Wyss, eine Karrierefrau wie sie im Buche steht und Wogner, der klassischer verrückte Wissenschaftler, der noch immer den 68er Idealen der freien Forschung verhaftet ist und gegen die Evaluierungswut, Verbandelung von Forschung und Wirtschaft und überhaupt gegen das ganze moderne Unisystem wettert.
Währenddessen treibt Rünz Chef Hoven Rünz mit der neuen ISO Zertifizierung in den Wahnsinn. Diesmal ist ISO 9001. ...mehr |
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• Rattentanz Autor: Michael Tietz
Redakteurin: Sabine Stebel
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Redakteurin: Andrea Koßmann
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